Filtertücher

Filtertücher

Als langjähriger Anlagenbauer von Filterpressen weiß Putsch® genau, welche Filtertücher die besten Ergebnisse liefern. Dabei bietet Putsch® das volle Programm an Filtertüchern in allen Ausführungen an - egal, ob für eine Putsch® Filterpresse oder für ein Fremdfabrikat.

Putsch® besitzt große Erfahrung und bietet kompetente und faire Beratung bei der Wahl des richtigen Filtertuches.

Putsch® bietet Filtertücher auch nach Zeichnungen vom Tuch oder der Platte sowie nach eingesendeten Mustertüchern (benutzt, aber trocken und gereinigt, so dass die wichtigen Parameter zur Herstellung erkennbar sind) an.

Beschreibung

Allgemeines

Das Gewebe für die Filtertücher wird mit Lasertechnik maßgenau auf die Filterplatten zugeschnitten.

Filtertücher von Putsch® gibt es in allen Ausführungen: als Durchstecktuch, Überhangtuch oder mit Dichtrand.

Durchstecktücher bestehen aus zwei Gewebelagen, die mit einem angenähten Gewebehals verbunden sind.

Bei den Überhangtüchern wird das Gewebe so über die Filterplatte gelegt, dass beide Seiten abgedeckt sind. Überhangtücher werden heutzutage in der Regel nur noch als grobe Untertücher für Durchstecktücher genutzt, um so als Drainage zu dienen. Bei modernen Filterplatten mit entsprechender Unterstützung der Abfließströmung sind Untertücher im Grunde genommen überflüssig geworden.

Es gibt aber einen Kundenstamm, der nach wie vor Untertücher benötigt, so dass Putsch® diese auch weiterhin anbietet.

Bei besonderen Filterplatten in "tropffreier Ausführung“ stehen Filtertücher mit einem eingenähten Dichtrand zur Verfügung, der passgenau in einer Nut der Filterplatte einliegt. Die Filterkammer hat selber einen zusätzlichen Dichtring am Rand und ist damit nach außen abgedichtet. Diese Abdichtung macht es möglich, dass im Betrieb der Filterpresse keine Emissionen austreten können. So können besondere Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen bei kritischen Suspensionen erfüllt werden.

Materialien

Am häufigsten werden Filtertücher aus Polypropylen in Filterpressen eingesetzt. Aber es steht eine Vielzahl anderer Materialien zur Auswahl, wenn z.B. bestimmte Chemikalien oder hohe Temperaturen Polypropylen ausschließen:

- Polyamid für bestimmte Lösungsmittel und bei Dauertemperaturen von 90 °C bis 110 °C.

- Polyester beispielsweise für bestimmte chemische Filtrate bei Temperaturen von bis zu 170 °C.

Passgenauigkeit und Optionen

Besonders wichtig bei Filtertüchern ist, dass sie komplett an der Platte anliegen. Putsch® legt bei seinen Filtertüchern großen Wert auf Formstabilität, Quellverhalten und die Strapazierfähigkeit des Materials und unterscheidet sich so qualitativ von vielen anderen Anbietern. Schließlich müssen die Filtertücher unter den extremen Bedingungen in der Filterpresse lange halten und etliche Reinigungszyklen überstehen.

Sollte sich ein Filtertuch beim erneuten Aufziehen verziehen oder Falten legen, wird die Filtration gestört. Der Filterkuchen kann wegen der „Doppellagigkeit“ der Falte nicht entwässert werden und haftet zudem stärker am Filtertuch in diesem Bereich. Unter Umständen droht sogar Undichtigkeit der Kammer zweier Platten bis hin zur Beschädigung der Platten und Tücher in den Dichtzonen, wenn sich die Falte unter hohem Schließdruck in die Platte drückt.

Gewebe

Die Filterwirkung kommt durch die Größe der Maschen und die Art der Fäden Zustande. Die Filtertücher sind besonders präzise und gleichmäßig gewebt, so dass das Maschengeflecht eine eigene Stabilität besitzt und auch unter Einsatzbedingungen ihre Größe behalten. Vorzeitige Verblockung oder die partiell unterschiedliche Entwässerung des Filterkuchens werden so ausgeschlossen.

Um die Haftung des Filterkuchens am Filtertuch zu minimieren, werden monofilamente Fäden benutzt. Diese Gewebe werfen keine Falten, weil sie bei hohen Temperaturen auf Walzen entspannt werden – die sogenannte Thermofixierung.

Bei sehr viel kleineren Partikeln als die Maschengröße, ist die Filterwirkung nur durch multifilamente Fäden zu erzielen. Hier ist keine offene Masche sichtbar und die Suspension muss durch die Faser-Filtermatrix fließen, wo die sehr feinen Partikel gefiltert werden. Multifilamente Gewebe haben jedoch eine raue Oberfläche und deshalb kann der Filterkuchen stärker haften. Eine Verbesserung sind kalandrierte multifilamente Gewebe. Die feinen Fasern werden dabei wie beim Bügeln abgesenkt und die Haftung so reduziert.

Die Kombination aus einem Gewebe mit gemischten Fäden ist hier die optimale Lösung, um kleinste Partikel mit Mulitifilamenten zu filtrieren und trotzdem wenig Haftung des Filterkuchens zu bekommen.

Ausführungsoptionen

Nahtverarbeitung

Das Einlaufloch mit dem Gewebehals kann bei Filterplatten zentral oder mittig sein. Putsch® bietet für alle Plattentypen die richtigen Filtertücher.

Der Gewebehals muss stabil genäht sein, um Halt gegen abrasive Suspensionen zu bieten. Beim Reinigen mit einem Hochdruckstrahler macht sich gute Qualität bei der Naht erst recht bemerkbar. Bereits die Einfach-Naht bei den Putsch® Filtertüchern ist standardmäßig qualitativ hochwertig und vielen Produkten von Mitbewerbern überlegen.

Filzrand

Zur Erhöhung der Abdichtung an den Rändern und als Schutz des Tuches bei Platten mit Nocken kann optional ein Filzstreifen angenäht werden.

Gummierung

Bei Verkrustungen an den Rändern im Abdichtungsbereich oder bei Sedimentation im Gewebehals werden diese Bereiche durch eine Gummierung beschichtet.

Befestigungen

Zur Befestigung der Filtertücher stehen alle gängigen Optionen zur Auswahl:
- Gelaserte Löcher
- Ösen aus Messing oder Edelstahl
- Klettbandverschlüsse
- Kordeln

Reinigung

Das Lasern macht das Filtertuch für spätere Waschungen strapazierfähiger. Die Fasern aus dem Gewebe an den Schnittkanten lösen sich nicht ab. Die Oberflächen sind abriebfest und fasern nicht aus, was sich beim Reinigungsprozess nachhaltig auf die Lebensdauer der Filtertücher auswirkt. Das wurde Putsch® von vielen Kunden bestätigt.

Technische Daten

Technische Daten

Filtertücher
Material Polypropylen
Material Gewebehals Polypropylen (Einfach-Naht)
Luftdurchlässigkeit 3 - 1500 l/min dm² bei 20 mm
Abmessungen 250 mm - 1000 mm Kantenlänge (weitere auf Anfrage möglich)
max. Betriebstemperatur 70 °C - 95 °C für wässrige Anwendungen
Anwendungsbeispiele Abwasseranlagen in Galvaniken und in der Chemie, Klärwerke